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Wie verhalten wir uns am besten in so einer Situation?

Eine kleine Linkliste zum Paintball-Verbot gibt es hier !

 


1.) Nur weil da jetzt in der Presse so ein Wirbel entstanden ist, heißt das noch gar nichts. Solche Meldungen dienen erst mal nur dazu, uns alle zu verunsichern. Aber so einfach ist das nicht! Wenn Ihr mit Presse und Medien in Kontakt kommt, seid freundlich und klärt auf, aber meidet die Diskussion und laßt euch nicht heraus fordern oder zu ungewollten oder zu langen Statements verführen.

 

2.) Wenn Ihr diskutiert, bleibt bitte immer sachlich. Sowohl inForen als auch bei euch da draußen.

 

3.) Wenn Leute euch ansprechen, klärt sie in Ruhe darüber auf, wer und was Paintballer sind: Polizisten genauso wie Wehrdienst-Verweigerer, Akademiker und Handwerker aus allen Berufen, Frauen genauso wie Männer, Sportler genauso wie Freizeit-Spieler.

 

4.) Sagt den Leuten, dass Paintball nicht "sittenwidrig" oder gar menschenverachtend sein kann, weil Paintball schließlich grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt wird und jeder der spielt, dies aus freien Stücken macht.

 

5.) Zeigt den Leuten, dass nicht nur Völkerball oder PC-Spiele im Prinzip das Gleiche sind, sondern auch Fechten eine simulierte Tötungshandlung darstellt. Von Boxen gar nicht zu reden. Auch Kinderpistolen und Pfeil und Bogen in Kinderhand dienen Kindern dazu, das Töten zu spielen. Das müsste dann ja auch alles verboten werden!

 

6.) Beschreibt den Leuten, wie das im EU-Ausland läuft: angefangen in Holland bis nach Spanien ist das alles überhaupt kein Problem. Da machen sogar 12-jährige in Zeitungsanzeigen mit Laserpistole Werbung für das Laserdrome!

 

7.) Und: wir schießen nicht aufeinander, um uns "zu töten", sondern wir versuchen durch eine Markierung den Gegner daran zu hindern, die Flagge der anderen Mannschaft zu erreichen. Wir könnten die Kugeln auch werfen, das wäre aber sehr uneffektiv. Paintball ist ein Mannschaftssport, der genau wie bei anderen Sportarten Teamgeist undkörperliche Fitness erfordert.

 

8.) Paintball ist ebenso gemeinschaftsfördernd wie andere Sportarten: die Spieler kennen sich untereinander und fachsimpeln, feiern zusammen und haben mit irgendwelchen Rechts-gerichteten Gesinnungen nichts am Hut. Darüber hinaus ist Paintball nicht weniger anspruchsvoll wie Fußball oder ähnliches.

 

9.) Paintballer bedauern wie jeder andere auch die Tragödie von Winnenden und sind sich ihres verantwortungsvollen Handelns ebenso sehr bewusst wie Mitglieder anderer Sportschützenvereine. Von vielen Vereinen und Spielfeldern werden oftmals Spieltage mit gemeinnützigem Zweck durchgeführt. Paintballer wollen ein Teil der Gesellschaft und damit genauso anerkannt sein, wie andere in Vereinen organisierte Mitglieder.

 

10.) Kein Paintballer verbindet sein Spiel damit, sein spielerisches Verhalten auf der Straße oder in der Öffentlichkeit auszuleben. Im Gegenteil: jeder, der schon mal auf einem Spielfeld gestanden hat, wird sich umso mehr bewusst, was es bedeutet, Waffen zu benutzen und mit diesen verantwortungsbewusst umzugehen.

 

11.) Wenn Paintball nicht in Deutschland gespielt werden darf, warum dann in Holland oder Polen? Sind wir anders?

 

12.) Paintballer wollen nur Spaß und einem sportlichen Freizeit-Erlebnis nachgehen. Der Markierer ist dabei nur Mittel zum Zweck, wie der Degen beim Fechten und Eishockey-Schläger beim Eishockey.

 

13.) Das unabhängige Langzeit-Gutachten von Dipl-Psychologin Linda Steinmetz hat die Gewaltaffinität von Paintballern schon längst für völlig abwegig erklärt.

 

14.) Zahlreiche Gerichtsurteile zugunsten von Spielfeldbetreibern sagen mittlerweile einiges darüber aus, dass sogar die deutsche Rechtsprechung nicht von einer Notwendigkeit eines Paintball-Verbotes überzeugt ist. In der Rechtsprechung spricht man schon lange davon, dass (Zitat) „eine kulturell, religiös und ethisch nach ihrer Tradition pluralistisch-demokratische Gesellschaft es nicht zulassen könne, dass eine Mehrheit den Minderheiten ihre sozialethischen Auffassungen außerhalb verfassungsmäßig beschlossener Gesetze aufzwinge.“ (Zitat Ende)

 

15.) Fast alle Amokläufer sind minderjährig und können noch gar nicht durch Paintball oder ähnliches zu ihrer Tat motiviert worden sein. Aber fast alle Amokläufer sind Mitglied in einem Schützen- oder Schießsport-Verein gewesen. Das sie Zugriff auf echte Waffen gehabt haben, liegt allein in der Schuld der Eigentümer dieser Waffen.

 

16.) Gerade die offiziellen Spielfelder leisten ihren Beitrag dazu, dass Paintball nicht irgendwo illegal im Wald oder auf verlassenen Grundstücken gespielt wird. Ein Paintball-Verbot würde dieses Problem nur verschärfen, aber nicht lösen.

 

Also Leute, kein Grund zur Panik. Sehr viele Menschen in der freien Bevölkerung wollen Paintball spielen und noch keiner ist davon zum Amokläufer geworden. Nur die Obrigkeit will das nicht und sie wird es schwer haben, das gegen die Interessen einer breiten freizeit-orientierten Masse durchzusetzen.